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TOP-SELLING LOTS

AUCTION 51 Fine Art & Antiques
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KatNr. 17 Albert Rieger d.Ä., Pragser Wildsee in Südtirol. 1869.
KatNr. 17 Albert Rieger d.Ä., Pragser Wildsee in Südtirol. 1869.
KatNr. 17 Albert Rieger d.Ä., Pragser Wildsee in Südtirol. 1869.

017   Albert Rieger d.Ä., Pragser Wildsee in Südtirol. 1869.

Oil on canvas. Signiert "Alb. Rieger", datiert und ortsbezeichnet "Wien" u.li. Im breiten, vergoldeten Prunkrahmen.

Malschicht angeschmutzt, vereinzelte Tropfspuren und punktuelle Verschmutzungen. Umlaufende Klimakante. Malschicht vereinzelt frühschwundrissig und unscheinbar krakeliert. Rahmen partiell mit oberflächlichen Bereibungen, Bestoßungen, Lockerungen und Retuschen.

111 x 153 cm, Ra. 143 x 185 cm. Limit Price 3000 €
sold at 3000 €
KatNr. 62 Erich Fraaß, Alpenlandschaft. Wohl zwischen 1926- 1941.
KatNr. 62 Erich Fraaß, Alpenlandschaft. Wohl zwischen 1926- 1941.

062   Erich Fraaß, Alpenlandschaft. Wohl zwischen 1926- 1941.

Oil on canvas. Geritzt signiert "Erich Fraaß" u.li. In schmaler Leiste gerahmt.
Provenienz: aus dem Nachlass des Künstlers.
Nicht im WVZ Hebecker / Kühne.

Bildträger mit leichten Verwölbungen. Malschicht angeschmutzt, am Bildrand u.Mi. krakeliert. Vereinzelt mit kleinsten, unscheinbaren Fehlstellen.

60 x 80 cm, Ra. 64,7 x 84,5 cm. Limit Price 1200 €
sold at 2800 €
KatNr. 75 Ernst Hassebrauk
KatNr. 75 Ernst Hassebrauk
KatNr. 75 Ernst Hassebrauk
KatNr. 75 Ernst Hassebrauk
KatNr. 75 Ernst Hassebrauk

075   Ernst Hassebrauk "Stilleben" (Sommerblumenstrauß in Vase). Wohl 1940's.

Oil painting auf Leinwand. Signiert "Hassebrauk" u.re. Verso auf dem Keilrahmen in schwarzem Faserstift signiert "Hassebrauk", ortsbezeichnet "Dresden" und betitelt li. Mit einem Klebeetikett der Kunsthandlung Rudolf Richter, Dresden o.li. In grünem Faserstift nummeriert "38" o.li. Verso auf dem Bildträger in schwarzem Faserstift zweifach nummeriert "50/37" Mi. und "221" u.re. Im original Künstlerrahmen. Auf diesem verso in schwarzem Faserstift wohl von der Witwe des Künstlers bezeichnet "Prof. Hassebrauk-Dresden" li.

Ausgestellt in: “Eleganz in harten Zeiten. Schöne Frauen und Stillleben von Ernst Hassebrauk“. Sonderausstellung Schlossmuseum Pillnitz, 2012.

Eine frühere, im Format etwas kleinere Malerei unter dem Stillleben befindlich. Dadurch am Bildrand o. und u. eine sich abzeichnende, horizontale Kante. Bildträger mit mehreren, leichten Verwölbungen, o. und re. angerändert. Malschicht mit vereinzelten unscheinbaren, kleinen Fehlstellen und Krakeluren in den Pastositäten.

53 x 39 cm, Ra. 60,5 x 46,3 cm. Limit Price 3000 €
sold at 3000 €
KatNr. 93 Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.
KatNr. 93 Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.
KatNr. 93 Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.
KatNr. 93 Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.

093   Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.

Oil painting auf textilem Bildträger. Signiert "Beerkast" und datiert u.re. In einem weißen, profilierten Rahmen.

Bildträger von Künstlerhand auf Spannrahmen klebemontiert, beginnende Klimakante. Malschicht partiell frühschwundrissig und ganz vereinzelt mit kleinsten Fehlstellen. Im Falzbereich re. und li. Fehlstellen. Am Bildrand u. und re. kleine Druckspuren, teils mit minimalem Verlust.

48,2 x 60,5 cm, Ra. 56,5 x 68,5 cm. Limit Price 1500 €
sold at 4800 €
KatNr. 136 Theodor Rosenhauer, Stillleben mit Malven in blauweiß gemustertem Krug. Wohl 1970's.
KatNr. 136 Theodor Rosenhauer, Stillleben mit Malven in blauweiß gemustertem Krug. Wohl 1970's.
KatNr. 136 Theodor Rosenhauer, Stillleben mit Malven in blauweiß gemustertem Krug. Wohl 1970's.

136   Theodor Rosenhauer, Stillleben mit Malven in blauweiß gemustertem Krug. Wohl 1970's.

Oil on canvas. Signiert "Th. Rosenhauer" u.re. Bildträger verso weiß grundiert und mit einer Skizze in Kohle. Im originalen Künstlerrahmen.
Das Gemälde wird in den Nachtrag zum WVZ Werner aufgenommen.

Wir danken Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden, für freundliche Hinweise.

Provenienz: Dresdner Privatbesitz, Geschenk des Künstlers.

Die Motivwahl in Theodor Rosenhauers Oeuvre umfasst drei klassische Gattungen der Malerei: Bildnisse, Landschaften und Stillleben. Alle scheinen in ihrer Bildaussage miteinander verwandt. Sie strahlen eine warme, würdevolle Ruhe aus. Das mag an der Reduzierung der dargestellten Gegenstände liegen, die oftmals autonom und mit geringer Verbindung nach außen ins Bild gesetzt wurden oder auch am vielmals gelobten Einsatz facettenreicher grauer Valeurs. Rosenhauers Gemälde kommen jedoch in jedem Fall gänzlich ohne Effekthascherei oder komplizierte Kompositionen aus. Ihre offenbar zeitlose Gültigkeit beziehen sie aus klaren Strukturen und dem oftmals zentral komponierten Bildaufbau. Die Hektik des Alltags und die damit häufig verbundene Ignoranz gegenüber kleinen, kostbaren Momenten scheint in ihnen zu verblassen.
Auch das vorliegende Stillleben lädt zum Innehalten ein. Das Werk weist einen dunklen, monochromen Hintergrund mit vergleichsweise flachem Farbauftrag auf, während die zarten Malvenblüten und das Gefäß in lichten und frisch wirkenden Farben plastisch herausmodelliert wurden. Das stille, zurückhaltende Motiv bringt dem Betrachter in seiner Einfachheit die Schönheit der Natur nahe. Rosenhauer, der selbst nie als Hochschullehrer tätig war, wurde für viele Dresdner Künstler zum Vorbild und stillen Lehrmeister. 1986 fand aus Anlass seines 85. Geburtstages eine erste Retrospektive zum Werk Rosenhauers in Berlin statt. Siegfried Klotz äußerte über den Künstler: "Bei Rosenhauer fasziniert mich immer wieder sein Staunen vor der Natur, seine Achtung und neuen Sichten zu scheinbar einfachen Dingen des Alltags. Trotz seines 'schlichten' Bildgegenstands erreicht er einen hohen philosophischen Gehalt seiner Bildaussage. Die Differenziertheit und Sensibilität seiner Farbigkeit sowie der straffe Bildaufbau lassen seine Bilder auf mich expressiv und zugleich still und poetisch, geheimnisvoll wirken, hinter denen sich eine hohe künstlerische Meisterschaft und die Freude am Machen verbergen".
Lit.: Akademie der Künste der DDR (Hrg.): Theodor Rosenhauer. Berlin 1986, S. 38.

Bildträger leicht konkav verwölbt. Am Bildrand re. drei kleine, unscheinbare Fehlstellen.

66 x 40 cm, Ra. 86 x 60,5 cm. Limit Price 15000 €
** Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 26000 €
KatNr. 172 Albert Wigand, Ohne Titel (Gelbes und rosa Dreieck im Rechteck gegeneinander) / Stillleben. Wohl um 1962.
KatNr. 172 Albert Wigand, Ohne Titel (Gelbes und rosa Dreieck im Rechteck gegeneinander) / Stillleben. Wohl um 1962.

172   Albert Wigand, Ohne Titel (Gelbes und rosa Dreieck im Rechteck gegeneinander) / Stillleben. Wohl um 1962.

Oil painting auf dicker Malpappe. Unsigniert. Verso mit einem Stillleben mit Krug und angeschnittener Frucht, Öl.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Grüß-Wigand unter der Nr. A-1962/20, Fotonr. 3456, aufgenommen. Die Rückseite erhält die WVZ-Nr. A-1950/24 Fotonr. 3456v.

Provenienz: Westdeutscher Privatbesitz, Geschenk des Künstlers aus dem Jahr 1975/76.

Das 1962 entstandene Gemälde reiht sich in eine Werkgruppe ein, in der Wigand in abstrakten Kompositionen Farbexperimente durchführte. Die Verwendung von Farbe ohne gegenständlichen Bezug unterstreicht ihre Bedeutung in der Malerei Wigands. Obwohl die Arbeiten des Künstlers in den Jahrzehnten seines Lebens variieren, liegt seinem Œuvre eine innere Verbindung zugrunde, die sowohl in gegenständlichen, als auch in abstrakten Werken gleichermaßen zu finden ist.
Die durch Mischung abgestuften und übereinanderliegenden Farben erzeugen Rhythmus und Klang in ihrer Beziehung zueinander. Im Werkprozess legt der Künstler die körperhaften Farben sukzessive in Schichten übereinander, bis sich eine spannungsvolle und zugleich harmonische Wirkung entfaltet.
Auf der Rückseite ist ein weiteres Gemälde erhalten, das einen blauen Krug zeigt, welcher immer wieder in den Stillleben Wigands zu finden ist. Die Farben, zumeist abgestufte Blau- und Grautöne, wurden alla prima und in locker gesetzten breiten Pinselstrichen aufgetragen.

Malschicht leicht angeschmutzt. Partieller Farbabrieb im Bereich der Rechtecke, eine Kratzspur (ca. 3 cm) o.re. Verso in den Ecken Farbaufhellungen und minimale Fehlstellen aufgrund einer früheren Klebemontierung. Bildränder o. und re. vom Künstler ungerade geschnitten. Umlaufende Randläsionen mit Quetschungen und leichten Farbabplatzungen.

18 x 27 cm. Limit Price 2500 €
** Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 2500 €
KatNr. 177 Max Wislicenus
KatNr. 177 Max Wislicenus
KatNr. 177 Max Wislicenus
KatNr. 177 Max Wislicenus
KatNr. 177 Max Wislicenus

177   Max Wislicenus "Kleine Teichbaude (im Riesengebirge)". Early 20th cent.

Oil on canvas, auf Malappe maroufliert. Signiert "Max Wislicenus" u.re. Verso in Tinte betitelt und nochmals signiert "Max Wislicenus" sowie mit Maßangaben und einem Klebezettel mit Besitzervermerk versehen. In weißer Holzleiste gerahmt.

Malschicht leicht angeschmutzt. Ränder etwas ungerade geschnitten und mit leichten Läsionen. Reißzwecklöchlein und Abdrücke in den Ecken.

Ca. 43,5 x 53,5 cm, Ra. 49 x 61 cm. Limit Price 800 €
sold at 1500 €
KatNr. 198 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 198 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 198 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 198 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto

198   Bernardo Bellotto, gen. Canaletto "Vue de la Place de la Ville-neuve de Dres-den (...)" (Der Neustädter Markt zu Dresden). 1750.

Etching auf kräftigem, wolkigen Bütten mit Wasserzeichen (nicht identifiziert). In der Platte unterhalb der Darstellung in Deutsch und Französisch ausführlich betitelt, datiert, signiert und bezeichnet "Peint et gravé par Bernard Bellotto dit Canaletto Peintre Roial". Das Wappen auf die Platte selbst radiert. Verso mit verschiedenen Bleistiftannotationen von fremder Hand.
WVZ Kozakiewicz 187 II (von II), die Parallelschraffierung des Himmels teilweise mit dazwischengelegten Kaltnadelstrichen verdichtet; WVZ De Vesme 14 I. Zustand 2.

Die berühmten Veduten, die vom gerade an den Dresdner Hof gekommenen Maler Bernardo Bellotto gen. Canaletto geschaffen wurden, dokumentieren auf anschauliche Weise den höfischen Repräsentationswillen von König August III. (1696-1763). Wahrscheinlich waren die Serien von Veduten in einem repräsentativen Saal im Schloss, als Pendants gehängt, untergebracht – ein ähnlich rekonstruierter Saal befindet sich im Warschauer Königsschloss. Die repräsentativen und identitätsstiftenden Gebäude der Augusteischen Zeit, die Bautätigkeit unter August III., aber auch der Wohlstand des Bürgertums wurde auf der Vedutenserie minutiös und lebhaft geschildert.
Mit dem Blick vom Blockhaus über den Neustädter Markt nach Norden, dokumentierte Bellotto den Ausbau von Altendresden im Auftrag August des Starken (1670-1733) Anfang der 1730er Jahre. Der Marktplatz wurde vom Brückenkopf aus erweitert, die Straße Richtung Norden (heute Hauptstraße) als Magistrale ausgebaut, mit dem mächtig hervortretenden Dach der Dreikönigskirche. 1736 wurde das Reiterstandbild für August den Starken – Der Goldene Reiter – nach Entwürfen von Jean Joseph Vinache (1996-1754) aufgestellt. Rechts ist das Rathaus von Alten Dresden sichtbar, ein Bau aus dem 16. Jh., welcher in den 1750er Jahren abgerissen wurde. Auch die Bautätigkeit unter August III. wurde mit der Abtragung des Gewandhauses – links gegenüber – festgehalten. An dessen Stelle wurde 1750-54 das neue Rathaus von Johann Christoph Berger (1708–1760), nach einem Entwurf von Johann Gottfried Fehre (1685-1753) und Johann Christoph Knöffel (1686-1752), errichtet.
Die noch im selben Jahr wie das Gemälde entstandene Radierung weist minimale Veränderungen in der Staffage auf. So ist den zwei Hunden im Vordergrund li. ein sich nach vorn beugender Junge mit einem Stock beigegeben, bei der Gruppe von Männern re. vor dem Rathaus ist eine Figur mehr dargestellt und auch der Brunnen am re. Bildrand wurde mit zwei weiten Figuren staffiert.

Schöner, kräftiger Druck mit breitem Rand. Nahezu unberührter Originalzustand. Blatt insgesamt stockfleckig und mit bräunlichen Verfärbungen. Mit dem üblichen vertikalen Mittelfalz. Am Rand o.li. außerhalb der Darstellung mit zwei Quetschfalten, eine weitere im weißen Rand u.li., jeweils aus dem Druckprozess stammend. Ränder teils ungerade geschnitten und mit unscheinbaren Läsionen. Am Blattrand Mi.li. zwei minimale Einrisse, einer davon ehemals größer und altgeschlossen (ca. 4 cm). In der Darstellung im Himmel sowie li. und oberhalb der Kutsche mit schräg bzw. vertikal verlaufenden Wischspuren (eventuell von einer Trockenreinigung?).

Pl. 54,3 x 84,2 cm, Bl. 67,7 x 98,3 cm. Limit Price 4500 €
sold at 6000 €
KatNr. 202 Louis-Léopold Boilly, The Startled Boy. Mid 1790's. 1790's.
KatNr. 202 Louis-Léopold Boilly, The Startled Boy. Mid 1790's. 1790's.
KatNr. 202 Louis-Léopold Boilly, The Startled Boy. Mid 1790's. 1790's.

202   Louis-Léopold Boilly, The Startled Boy. Mid 1790's. 1790's.

Charcoal drawing, in parts hightened with white on bluish "Courtalin"-Paper (water mark bottom left margin, minimally cut). Unsigned. Veneered 19th century frame. Verso with old adhesive labels (partly exhibition labels), one inscribed in German: "Revolutionary period / Image of a governess with child and macaque: chalk drawing very good".
Not in the catalogue raisonné Harrisse; the drawing will be added to the catalogue raisonné Bréton/Zuber.
We are grateful to Etienne Bréton and Pascal Zuber for their consultance.

Provenance: Collection of a great-granddaughter of Franz von Lenbach, formerly collection Franz von Lenbach (1836 Schrobenhausen - 1904 München).

Paper: In 1772 the wallpaper manufacturer Jean-Baptiste Réveillon (1725 Paris - 1811 Paris) bought a paper mill in Courtalin-en-Brie (Seine et Marne) where he was able to produce high-quality vellum as well as handmade paper, claiming to be the first to have manufactured such paper in France. Using chemical experiments he developed a new method for manufacturing vellum in 1782. Subsequently his paper mill and wallpaper manufactury were awarded the title "Manufacture Royale".

Louis-Léopold Boilly was the most important genre painter by the end of the 18th century and beginning 19th century. "The Startled Boy" was drawn in the 1790s, a time in which the artist had been a well established and successful genre painter in Paris. Boilly, whose long and impressive career outlasted politically instable and turbulent times, distinguished himself as an excellent chronicler of a changing society. His "Scènes galantes" and boudoirs scenes were exceedingly famous and were distributed widely in form of prints. Being increasingly oriented towards the private market and a newly established middle-class, Boilly created his niche for suggestive motifs. Intrigues and pitfalls of love-life became predominant subjects in his paintings. His success surely led to the admission to exhibit at the Paris Salon. From 1791 on non-members of the Royal Academy were given the opportunity to attend. Artists who gained admission awaited economic success as well as national and international recognition.
The present drawing is a vivid testimony of Boilly's artistic interest in relating erotic female depiction with the observer's look. The Wallace Collection in London exhibits the painting "The Dead Mouse" from the 1780s / 1790s, showing the same motif extended by narrative elements. Another version of the depicted scene in charcoal, reduced to the mother-child relationship, was sold by Sotheby's in 2006.
The observer intrudes into a very private setting in which a little boy emotionally embraces his exceptionally attractive mother whose elegant gown made from luxurious sateen emphasises her high rank in society. The macaque does not only serve as the cause for the child's fear but furthermore symbolizes lust, worldly cravings and underlines the erotic level of the motif. The artist leaves scope for interpretation and avoids any narrative link since the mother's facial, almost dreamy expression and look into the distance does not indicate any reaction to her son's fright. Susan Siegfried summarizes as follows: "Boilly's mothers and sons seem distracted by what they are doing, and the invitation is to read the distraction as an erotic one. Boilly was very far removed from all the moralizing about proper breastfeeding and connubial bliss that emanated from "progressive" Enlightenment views on motherhood and the family. He suggested, quite heretically for the respectable beliefs of the time which held that woman had to choose between their conjugal and maternal duties, that the man addressed by this painting could have it all - a wife as lover and a wife as mother."
cp. Siegfried, Susan L.: The Art of Louis-Léopold Boilly. Modern Life in Napoleonic France. New Haven, London, 1995. p. 171.

Paper overall inconspicuously wavy, minimal creases. Centred a horizontal crescent-shaped crimp fold (approx. 10 cm) from the manufacturing process. Recto paper discoloured, the blue tint faded. Top half of the paper with occasional mould stains, two dark. In the area of the outset of the skirt a very small hole with a scratch. Both top corners each with a pin hole, the margins in the upper third each with one nail hole. Bottom margin with water stains (max. 2 cm into the drawing). One very small, black stain bottom right. One further small water stain top right margin. Verso several small, brownish stains.

58,7 x 42,8 cm, Ra. 69,5 x 53 cm. Limit Price 30000 €
sold at 108000 €
KatNr. 309 Karl Friedrich Schinkel

309   Karl Friedrich Schinkel "Hauptansicht des Königlichen Palastes auf der Akropolis". 1840.

Aquatint etching in colours auf Karton. In der Platte unterhalb der Darstellung li. bezeichnet "Erfunden v. Schinkel.", re. "gest. v. Schwechten" und u.Mi. betitelt und ausführlich bezeichnet.

Die Farbaquatintaradierung von Friedrich Wilhelm Schwechten nach einer Zeichnung von Karl Friedrich Schinkel (Kupferstichkabinett Staatliche Museen zu Berlin, Kriegsverlust) erschienen im Mappenwerk "Werke höherer Baukunst, zur Ausführung bestimmt" bei F. Riegel in Potsdam.
Der Entwurf zeigt einen Palast, den Schinkel als Regierungssitz für König Otto von Griechenland auf der Akropolis entworfen hat.

Linker Bildteil technikbedingt angesetzt. Stärker randgebräunt, einzelne braune Flecken in der Darstellung. Kleine Wasserflecken in der Ecke u.li. und in der re. Bildhälfte. Einrisse am o. und u. Mittelfalz sowie am u. Rand (verso hinterlegt).

Pl. 38,5 x 103 cm, Bl. 41,5 x 106 cm. Limit Price 300 €
sold at 950 €
KatNr. 343 Gösta Adrian-Nilsson
KatNr. 343 Gösta Adrian-Nilsson

343   Gösta Adrian-Nilsson "Landschaft" (Marine in Halmstad). 1917.

Watercolour and pencil on "Torchon" (watercolour paper), completely mounted on cardboard. Monogrammed "G.A.N" to the lower left. To the reverse with the label of "Der Sturm", there titeled and inscribed as well as with a deleted inventory stamp.

Very good condition with bright colours. Tiny holes of drawing pins to the edges. The "Torchon" detached from the mounting to the edges lower left and upper right. The the reverse the rims with remainings of an old mounting tape as well as some traces of colour.

53,7 x 45,9 cm. Limit Price 6000 €
** Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 240000 €
KatNr. 397 Ludwig Dettmann, Fünf Kriegsszenen aus dem 1. Weltkrieg. 1917.
KatNr. 397 Ludwig Dettmann, Fünf Kriegsszenen aus dem 1. Weltkrieg. 1917.
KatNr. 397 Ludwig Dettmann, Fünf Kriegsszenen aus dem 1. Weltkrieg. 1917.
KatNr. 397 Ludwig Dettmann, Fünf Kriegsszenen aus dem 1. Weltkrieg. 1917.
KatNr. 397 Ludwig Dettmann, Fünf Kriegsszenen aus dem 1. Weltkrieg. 1917.

397   Ludwig Dettmann, Fünf Kriegsszenen aus dem 1. Weltkrieg. 1917.

Pastel crayons in colours, Aquarell und Blei, sparsam in Deckfarben gehöht, auf gräulichem bzw. gelblichem Papier. Jeweils u.re. bzw. u.li. signiert "L. Dettmann" bzw. "Lu. Dettmann". Je auf einen grauen, klappbaren Untersatz montiert. Drei Arbeiten dort betitelt, zwei datiert.

Dettmann fertigte zahlreiche Zeichnungen während seiner Zeit an der Front an, von denen die Mehrzahl verloren ist. Sie wurden teilweise bereits während der Kriegszeit in der Preußischen Kunstakademie gezeigt, 1934 im Berliner Zeughaus sowie in anderen deutschen Städten. 1929 erschien eine 25 Faksimiledrucke umfassende Mappe "Weltkrieg". Zwölf besonders ausgearbeitete Zeichnungen erschienen in der Ullstein Bildermappe "Von der deutschen Ostfront" 1938. Einige Blätter dienten als Vorlage für die Illustration zu Walter Bloem, Der Weltbrand. Deutschlands Tragödie 1914-1918. Erschienen in zwei Bänden, Berlin 1922.
Als offizieller Kriegsmaler an der Ost- und Westfront schildert er präzise, mit schnellem Strich und farbigen Akzenten, im kleinen Format den sich ständig wiederholenden Alltag an der Front, wie ihn so viele Soldaten erlebt haben - Schützengraben, Panzer, Waffen, Feuergefechte, Tote. Anders als Otto Dix, von dem ein Vielzahl an Kriegsskizzen und nicht zuletzt das bedrückende Kriegstryptichon in der Dresdner Galerie Neue Meister bekannt sind und von seiner Teilnahme am Kriegsgeschehen berichten, dokumentiert Dettmann als Beobachter die Kampfhandlungen, aber auch die abendliche Ruhe, das Gespräch bei einer Zigarre.

Leicht angeschmutzt und minimal knickspurig. Teils unscheinbare Reißzwecklöchlein in den Ecken. Oberfläche teils mit unscheinbaren Druckspuren.

Min. 12 x 19 cm, max. 21,5 x 29 cm, Unters. 23,5 x 29,5 cm. Limit Price 3000 €
sold at 3000 €
KatNr. 516 Ernst Hassebrauk, Früchtestillleben mit ruhendem Hasen im Park. Wohl 1960's.
KatNr. 516 Ernst Hassebrauk, Früchtestillleben mit ruhendem Hasen im Park. Wohl 1960's.

516   Ernst Hassebrauk, Früchtestillleben mit ruhendem Hasen im Park. Wohl 1960's.

Watercolour, farbige Pastell- und Ölkreiden und Deckfarbe auf gelblichem, kräftigem Papier. Signiert o.re. "Hassebrauk". Verso mit Annotationen in Blei von fremder Hand. Vollrandig im Passepartout montiert und hinter Glas in weißer Leiste mit silberfarbener Sichtleiste gerahmt.

Blatt technikbedingt minimal wellig. Am unteren Blattrand zwei schräg verlaufende Einrisse (ca. 9 cm und 5 cm), diese verso hinterlegt.

73 x 99,5 cm, Ra. 110 x 133 cm. Limit Price 3000 €
sold at 3000 €
KatNr. 518 Jacoba Heemskerck van Beest
KatNr. 518 Jacoba Heemskerck van Beest

518   Jacoba Heemskerck van Beest "Zeichnung 19". Wohl 1915.

Brush drawing in schwarzer Tusche auf leichtem, chamoisfarbenen "Bristol"-Karton, mit dem Firmen-Trockenstempel in der Ecke u.li. U.re. im Rechteck ligiert monogrammiert "JvH". Verso u.re. mit dem Ausstellungsetikett "Der Sturm", Herwarth Walden, Berlin, darauf in Tinte bezeichnet und betitelt, o.li. in Tinte von Künstlerhand betitelt, u.li. in Blei wohl von fremder Hand bezeichnet "Jacoba Heemskerck / Zeichnung /19 I". mittig ein gestrichener Inventarstempel. Im Passepartout.
Nicht im WVZ Huussen/ Paaschen-Louwerse.
Vgl. jedoch eine Skizze zu "Zeichnung 19" mit dem spiegelverkehrten Motiv in:
Huussen jr., A.H,; van Paaschen-Louwerse, J.F.A.: Jacoba van Heemskerck van Beest 1876-1923. Schilderes uit roeping. Zwolle, 2005. S. 82 mit Abb.

Provenienz: Nachlass Friedrich Bienert (1891 Dresden - 1969 West-Berlin).

Ausgestellt in: Wohl einunddreissigste Kunstausstellung Der Sturm, Herwarth Walden. Berlin, März 1915.

Wir danken Frau Jacqueline van Paaschen- Louwerse, Gapinge, für freundliche Hinweise.

Ecken minimal gestaucht. Die oberen Blattecken mit Knickspuren, o.re. zusätzlich mit unscheinbarem Farbbruch entlang der Knickkante. Insgesamt sehr vereinzelt mit minimalen Stockfleckchen. Blattrand u.li. mit sehr kleiner, nahezu unscheinbarer Stauchung und einem Bindemittelfleckchen.

47 x 63 cm, Psp. 64 x 85 cm. Limit Price 3500 €
sold at 3500 €
KatNr. 596 Manfred Kastner (Beerkast)

596   Manfred Kastner (Beerkast) "Der Garten des Minotaurus". 1980.

Lithograph in colours auf chamoisfarbenem Velin. In Blei unterhalb der Darstellung re. signiert "Beerkast" und datiert. Mittig in Blei betitelt sowie li. nummeriert "13/40".

Knickspurig (insbes. o.re. Rand) mit einem Einriss (ca. 2 cm) o.li. Rand und Ecke u.re. mit Wasserfleck. Ecken mit Spuren von Reißzwecknadeln. Kleiner brauner Fleck o.li. Verso o. Ecken mit Klebespuren früherer Montierung.

St. 46 x 55,7 cm, Bl. 55,4 x 69,8 cm. Limit Price 100 €
sold at 550 €
KatNr. 629 Käthe Kollwitz

629   Käthe Kollwitz "Selbstbildnis von vorn". 1922/ 1923.

Wood cut auf weichem Bütten. Unterhalb der Darstellung in Blei re. signiert "Käthe Kollwitz". Erschienen als Frontispiz in der numnerierten Vorzugsausgabe von Ludwig Kaemmerer, Käthe Kollwitz. Griffelkunst und Weltanschauung, Dresden, Emil Richter, 1923.
WVZ Knesebeck 193 XIV b (von XIVb), mit abweichender Papierangabe.

Ausgezeichneter, qualitätvoller Abzug. Leicht fingerspurig, minimal knickspurig. Länglicher Fleck li. oberhalb der Darstellung.

Stk. 15 x 15,6 cm, Bl. 27,6 x 23,6 cm. Limit Price 1200 €
sold at 2200 €
KatNr. 634 Hans Körnig

634   Hans Körnig "Fasching in Pieschen". 1957.

Aquatint etching auf kräftigem Bütten. Unterhalb der Darstellung in Blei re. signiert "Körnig" und datiert. In der Ecke u.li. betitelt, u.re. nummeriert "196/3". Einer von 15 Abzügen.
WVZ der Aquatintaradierungen 196.

Technikbedingt leicht wellig. Randbereiche etwas angeschmutzt.

Pl. 32,5 x 39 cm, Bl. 42 x 59,5 cm. Limit Price 300 €
sold at 600 €
KatNr. 1045 Friedrich Press
KatNr. 1045 Friedrich Press

1045   Friedrich Press "Akt". Friedrich Press für Porzellanmanufaktur Plaue. Späte 1980's.

Biskuitporzellan, hohl geformt und unglasiert. Unterseits mit der gestempelten Manufakturmarke in Schwarz sowie mit weitere Prägemarken (undeutlich).
WVZ Press: Pr/S/102 (unpubliziert).

Porzellanausführung der Lindenholz-Skulptur "Akt / Die Trauernde" von 1977 (Werknummer 127), im Auftrag des Staatlichen Kunsthandels der DDR. Zweite Auflage von 10 Exemplaren in Biskuitporzellan.

Wir danken Herrn Christoph Deuter, Würzburg, für freundliche Hinweise.

Vgl. "Katalog freier Arbeiten" in Lenssen, J. und Zahner, W. [Hrsg.]: Friedrich Press, Regensburg 2010, S. 144, Nr. 111.

"Plastikeditionen 1986 - 1988", Staatlicher Kunsthandel der DDR 1988 , Nr. 261.

An der Kante des Sockel Mi.li. mit einem winzigen, oberflächlichen Chip (ca. 3 x 3 mm). Partiell unscheinbar angeschmutzt.

H. 36,7 cm x B. 7,9 cm x T. 4,6 cm. Limit Price 1400 €
** Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 2600 €
KatNr. 1064
KatNr. 1064
KatNr. 1064

1064   "Schreitende Schlafwandlerin". Gerhard Marcks für Meissen. 1972.

Böttger-stoneware. Unterhalb des ovalen Sockels mit der geritzten Schwertermarke sowie mit der geritzten Modellnummer "F.271", der Formernummer "22" mit Jahreszeichen sowie der geprägten Bezeichnung "BÖTTGER STEINZEUG". Erste Wahl.
Entwurfsjahr 1919.
WVZ Rudloff 64.

"Zart, kostbar und zerbrechlich wirkt die 'Schreitende Schlafwandlerin'. Die mädchenhafte Gestalt trägt ein schmuckloses wadenlanges Gewand, unter dem sich das rechte Bein sanft markiert und die Brüste relativ weit oben wie junge Knospen abzeichnen. Letztere und der langgestreckte Leib mit den schmalen Schultern lassen an plastische Lösungen bei gotischen Frauen- und Mädchengestalten denken." Zitat aus Marusch-Krohn, C.: Meissener Porzellan 1918-1933 - Die Pfeifferzeit, Leipzig, 1993, S. 114, mit Abb. 94 (in Weißporzellan).

Nähte der Form schwach erkennbar. Vereinzelt Oberflächenunebenheiten aus dem Herstellungsprozess.

H. 35,3 cm. Limit Price 1200 €
** Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 2400 €
KatNr. 1299  Jugendstil-Nähtisch Modell
KatNr. 1299  Jugendstil-Nähtisch Modell
KatNr. 1299  Jugendstil-Nähtisch Modell
KatNr. 1299  Jugendstil-Nähtisch Modell

1299   Jugendstil-Nähtisch Modell "(81)3" aus der "Wohnzimmereinrichtung II". Richard Riemerschmid für Hellerauer Werkstätten Dresden. 1906.

Eiche, massiv, lackiert und Messingknöpfe. Zweischübiger Zargenkasten mit angefaster Deckplatte zwischen zwei schmalen, geschwungenen Wangenbrettern, die Fußstege gewölbt und mit zwei Querverstrebungen. Die Kanten des Gestells gefast. Der obere Schub mit sechs Fächern. Die Innenseite eines Beines mit der runden Werkstattmarke.

Ein vergleichbares Modell befindet sich in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Kunstgewerbemuseum.

Lit.: Arnold, Klaus Peter: Vom Sofakissen zum Städtebau - die Geschichte der Deutschen Werkstätten und der Gartenstadt Hellerau. Dresden, 1993, S. 191 mit Abb. 331, S. 470.

Leichte Nutzungsspuren, die Deckplatte mit leichter Rissbildung.

H. 75 cm, B. 60 cm, T. 43 cm. Limit Price 300 €
** Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 900 €
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